Immer mehr Kinder gehen zur Schule − aber noch nicht alle
Erfreulicherweise haben die Schüler/innen-Zahlen in den Primarschulen seit 1999 weltweit zugenommen. Vor allem in Afrika und in Asien erwerben mehr Kinder eine Primarschulbildung.
Das ist ein toller Erfolg, zu dem auch die Arbeit von CO-OPERAID einen kleinen, aber dennoch wichtigen Teil beigetragen hat. Bis zum Ziel der «Bildung für alle» ist es aber noch ein weiter Weg. Immer noch fehlt es vielen Schulen und Schüler/innen an Infrastruktur und Schulmaterial, vor allem in ländlichen Gegenden.
Aus dem Bericht 2008 der internationalen Kampagne «Bildung für alle»
● Im Jahr 2005 besuchten weltweit 688 Millionen Kinder die Primarschule, 6,4% mehr als im Jahr 1999. Der Schulbesuch hat in Afrika südlich der Sahara um 29 Millionen oder 36% zugenommen, in Süd- und West-Asien um 35 Millionen oder 22%. Die Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, ist nach 2002 markant zurückgegangen.
● Der Schulbesuch nimmt gesamthaft zu, es bleiben aber grosse Unterschiede zwischen Regionen, Provinzen und Staaten sowie zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. Kinder aus armen Familien, aus ethnischen Minderheiten und behinderte Kinder sind systematisch im Nachteil.
● Obwohl die Primarschulgebühren in vielen Ländern abgeschafft wurden, bleiben die Kosten der Schulbildung ein Haupthindernis für Millionen von Kindern. Von den armen Familien wird erwartet, dass sie Kosten für Uniformen, Schulmaterialien, Transport, Beiträge an Elterngruppen oder an die Verbesserung der Schuleinrichtungen tragen. Die Kosten können bis ein Drittel des Haushaltseinkommens ausmachen.
● Qualität ist der Kern der Bildung. Überbelegte und heruntergekommene Schulzimmer mit zu wenigen Bänken und Tischen, zu wenige Lehrbücher und ungenügende Unterrichtszeit sind in den Entwicklungsländern weit verbreitet. Die Kinder haben dadurch schlechte Chancen, das Grundwissen zu meistern. Oftmals gibt es nur ein Buch, das in den Händen des Lehrers ist. Die Schüler/innen verwenden die meiste Zeit darauf, alles zu notieren und auswendig zu lernen.







