Hilfe durch Bildung für Bergvölker-Kinder in Bangladesch − Projekt Upasshak

Die indigene Bevölkerung in den Bandarban Hill Tracts, an der Grenze zu Myanmar, wird in ihrem Land an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Der traditionellen Lebensweise ihrer Vorfahren kann sie nicht mehr folgen. Die Natur wird viel stärker genutzt als früher und einen grossen Teil des angestammten Lebensgebiets hat sie durch die Besiedelung durch Bengalen verloren. In einem Bürgerkrieg haben sich die indigenen Stämme (Chakma, Marma, Mro, Khumi, Tripura, Tongchongya, Bawm, Khyang, Pankhu, Lushai, Chak) gegen diese Missachtung ihrer Rechte gestemmt – erfolglos.
Die Bergstämme sind heute eine verarmte, diskriminierte und rechtlose Minderheit im Staat Bangladesch. Die traditionelle Lebensweise geht verloren, und den Anschluss an die Moderne haben sie noch nicht gefunden.
Das Projekt will bessere Chancen für die junge Generation schaffen. Durch den Unterhalt von Dorfschulen sorgt es für eine Schulbildung für die Kinder dieser Familien. Staatliche Schulen gibt es für sie nicht. In der Stadt Bandarban wurde ein Wohnheim gebaut und ein zweites gemietet, was einer Anzahl Jugendlicher den Besuch der Sekundarschule ermöglicht.
Weiter fördert das Projekt die Gesundheit und Ernährung. Die Familien erhalten die Mittel und das Wissen, um Früchte und Gemüse anzubauen. Durch den Verkauf eines Teils der Ernte kommen sie zu Bargeld, mit dem sie Grundbedürfnisse abdecken können. Das Projekt wird von der lokalen Bergvölker-NGO «Humanitarian Foundation» umgesetzt.
Die Ziele des Projekts Upasshak für Kinder aus Bergvölkern:
- Dorfschulen für rund 300 Bergvölker-Kinder
- Einkommensprojekte für die Familien
- Förderung der Gesundheit und Ernährung in den 10 Projekt-Dörfern
- Wohnheime und Besuch der Sekundarschule in Bandarban
Jahresbudget: 100'000.-
Begünstigte: 400 Kinder, 10 Primarschulen, 1 Wohnheim
Dauer: Beginn 2009. Laufendes Projekt









